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Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF)

Barrierefreie Lernmaterialien für den ÖIF

Wie aus einem wachsenden Bestand an Lernheften ein Produktionsweg wurde, der mitwächst – statt bei jedem neuen Heft bei null anzufangen.

Barrierefreie Lernmaterialien für den ÖIF

Ausgangslage

Der Österreichische Integrationsfonds produziert Lernmaterialien für Menschen, die Deutsch lernen – auf unterschiedlichen Sprachniveaus, für verschiedene Lernziele, in unterschiedlichen Formaten. Jedes Heft soll grafisch erkennbar sein, welches Niveau es anspricht. Und trotzdem soll der Gesamtbestand wie aus einem Guss wirken.

Als der Bestand wuchs, wurde das schwieriger. Was bei zehn Heften noch funktionierte, wurde bei fünfzig zum Engpass: Layouts wichen voneinander ab, wiederkehrende Elemente mussten jedes Mal neu aufgebaut werden, und die Produktion fraß mehr Zeit, als das Team eigentlich hatte.

Herausforderung

Die Kernfrage war nicht „Wie layouten wir das nächste Heft?” – sondern: Wie bauen wir einen Weg, der auch beim zwanzigsten Heft noch funktioniert?

Dazu kamen mehrere Ebenen gleichzeitig: Unterschiedliche Zielgruppen brauchen unterschiedliche didaktische Aufbereitungen. Wiederkehrende Layoutstrukturen – Übungsblöcke, Vokabellisten, Bildseiten – tauchen in fast jedem Heft auf, sehen aber leicht anders aus, wenn jemand anderes layoutet. Und die Fristen warten nicht: Wenn ein neues Modul gebraucht wird, muss es schnell da sein, ohne dass Qualität und Konsistenz darunter leiden.

Lösung

Wir haben uns den Produktionsalltag genau angeschaut – nicht das Organigramm, sondern den echten Ablauf von der Idee bis zum druckfertigen PDF. Daraus sind Vorlagen und Workflows entstanden, die wiederkehrende Aufgaben standardisieren und trotzdem Raum für individuelle Anpassungen lassen.

Konkret heißt das: Einheitliche Grundstrukturen für die verschiedenen Hefttypen, klare Regeln für die grafische Differenzierung nach Sprachniveau, und Schnittstellen zwischen Autor:innen, Lektor:innen und Produktion, die jeder versteht – auch wenn jemand im Team wechselt. Wo es sinnvoll war, haben wir Schritte automatisiert, damit das Team Energie für die Inhalte behält, die wirklich Aufmerksamkeit brauchen.

Ergebnis

Heute entstehen am ÖIF Lernmaterialien, die für verschiedene Sprachniveaus grafisch klar differenziert sind – und trotzdem als Familie erkennbar bleiben. Der Produktionsprozess ist nicht mehr abhängig von Einzelpersonen oder Ad-hoc-Lösungen, sondern auf Strukturen aufgebaut, die mitwachsen.

Die Zusammenarbeit läuft seit Jahren – nicht, weil wir am schnellsten sind, sondern weil wir den Kontext kennen und mitdenken, wenn sich Anforderungen ändern.

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